Erstellt am: 08.06.2011

Sommerzeit, Urlaubszeit, Heimatzeit … Zeit unsere Gehwerkzeuge in Betrieb zu setzen

Vor uns liegt mit dem Sommer natürlich auch die verdiente Urlaubszeit. Für viele geht es wieder in entfernte Länder. Viele buchen natürlich bei den großen Reisekonzernen und man wundert sich, was für ein paar hundert Euro inklusive Flug und all-in alles angeboten wird. Zu überlegen ist, wer hier auf der Strecke bleibt, sicher das kleine Familienunternehmen, das sich seit Generationen dem Tourismus verschrieben hat, wenn es gezwungen ist, mit den Konzernen zusammen zu arbeiten.

Diese Entwicklung kennen wir alle aus unserem Alltag: Discounter und Ketten kümmert es wenig, wer auf der Strecke bleibt. Sie wollen unser Geld, ohne Rücksicht auf Verluste (EHEC lässt grüßen). Wie aber soll das für uns alle weitergehen, wenn wir nicht einmal mehr dem Salat, den wir kaufen vertrauen können und, wenn neue Risiken durch immer mehr Globalisierung schon wieder vor der Türe stehen (EHEC im Trinkwasser). Wohin soll es führen, wenn die Großen ohne Skrupel tun und lassen können, was sie wollen?

Gerade lese ich in einem Urlaubsprospekt einen nachdenkenswerten Text: „Der Urlaub gilt als schönste Freizeit, weil er Weihnachten und Geburtstage an Dauer weit übertrifft. Es erfordert keine raffinierte Urlaubsphilosophie, um herauszufinden, was dem Menschen in der Freizeit bekommt. Gott stattete ihn mit zwei Beinen und mäßigem Gehtempo aus, damit er sich mit Umsicht fortbewege. So behält er fast alles im Blick. Das Land und seine Menschen entdeckt daher nur, wer sein „Gehwerkzeug“ in Betrieb setzt. Dann ist wahrlich eine Fülle von Aha-Erlebnissen möglich …“.

So habe ich es gerade erlebt, in einem Kurzurlaub mit meiner Frau in Poppenhausen an der Wasserkuppe. Jeden Tag mehrere Stunden unterwegs sein in der Natur, nur eine Stunde weg von zu Hause, abends mit Gott und der Welt im Einklang, in einem kleinen Familienhotel, in dem man für vernünftiges Geld, sehr viel geboten bekam. Der Urlaub beginnt nach einer Stunde und man gewinnt zwei Tage zusätzlichen Urlaub, weil An- und Abreise nicht ins Gewicht fallen. Trotzdem haben wir Orte gesehen (Guckaisee, rotes Moor und Enzianhütte), die wir bisher nicht kannten und die mit ein wenig Fantasie in Österreich und Südtirol oder sonst wo gelegen sein könnten.

Aus dieser aktuellen Erfahrung heraus und wegen der Geschichte mit  den „Gehwerkzeugen“ kann ich jeden nur einladen, seine nähere Umgebung kennenzulernen. Das Land und seine Menschen entdeckt daher nur, wer sein Gehwerkzeug in Betrieb setzt. Und wer sich selbst in Betrieb setzt, erkennt vielleicht sich selbst wieder, was er noch zu leisten vermag. Miteinander, mit dem Partner, mit den Kindern und Freunden, erfährt man Urlaub von Anfang an und einfach. Die kleinen Hotels und Pensionen in der Region danken es uns mit regionaler Qualität und gutem Service. Eigentlich Gewinn für alle Beteiligten und Gewinn für unsere Fitness in dieser Zeit. Liebe Grüße, Thomas Rösch

1 Kommentare

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Walter Lorenz

19.11.2011 • 19:31 Uhr

Nicht nur in den Bergen ist es schön!
Auch bei uns im "Waldecker Land"
gibt´s viel zu seh´n.
Wanderwege im Naturpark Kellerwald,
angeln im und segeln auf dem Ederseee.
Besucherbergwerke und -stollen, ein tolles
Heimatmuseum und die berühmte Korbacher Spalte, ein ganz besonderes erdgeschichtliches Denkmal!
Dazu gepflegte Gastrononie in der sogar "Krenzers Apfelsherry" zu haben ist.
Besucht uns mal!

Herzliche Grüße,
Walter

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