Erstellt am: 07.12.2015

DIGITAL / UNTERNEHMEN / MENSCH

Liebe Kollegin/nen, liebe/r Kollege/n,

ich darf am Anfang zitieren aus dem Artikel vom 26. November 2015 in „DIE ZEIT" von Martin Schulz, Präsident des europäischen Parlaments.

„Viele sagen, durch die Digitalisierung ändere sich alles. Zahlreiche Gewissheiten, liebgewonnene Standards und alte Gewohnheiten würden total umgekrempelt, heißt es. Unsere Gesellschaft verändert sich durch die Digitalisierung in einer Totalität, die – wenn überhaupt – nur vergleichbar ist mit der industriellen Revolution des 18. und 19. Jahrhunderts, welche ja ebenfalls soziale und wirtschaftliche, kulturelle, städtebauliche und klimatische Veränderungen auslöste ...In der Wirtschaft werden die aktuellen Veränderungen unter den Stichworten Arbeit 4.0 und Industrie 4.0 diskutiert. Wir sorgen uns, dass europäische Mittelständler diese digitale Zeitenwende verschlafen könnten."

Soweit das Zitat. Meine persönliche Einschätzung für die deutsche Steuerberatung ist: Ja, wir stehen mit der Einführung der Digitalisierung in unseren Steuerkanzleien vor der größten Revolution, die wir bisher erlebt haben. In unserer VORORT-Steuerkanzlei in Bad Neustadt ist dieser Wechsel geglückt. Wir arbeiten heute 100% digital in der Fibu, 100% digital bei der Jahresabschlusserstellung und der Erstellung der Steuererklärungen und nahezu 100% digital im Lohn. Auch in der Verwaltung gilt dieser hohe Digitalisierungsgrad.

Wenn die Befürchtung besteht, dass Mittelständler diese digitale Zeitenwende verschlafen könnten, dann ist es wichtig, dass wir Steuerkanzleien die digitale Lösung vorleben. Dann ist es wichtig, dass wir unsere Lösung unseren Mandanten zeigen und ihnen einen Weg vorleben, der auch sie sicher auf die aktuellen Veränderungen vorbereitet. Die Steuerkanzlei als Unternehmen und als Vorbild für unsere Unternehmen, die wir beraten, wird immer wichtiger.

Und wo bleibt der Mensch? Martin Schulz schreibt im oben aufgeführten Artikel: „Mich hat jüngst beeindruckt, wie der Vorsitzende eines großen Autokonzerns bei einer Konferenz die Frage gestellt hat, ob eigentlich ein Algorithmus „entscheide", ob beim selbstfahrenden Auto in einer gefährlichen Extremsituation der Fahrer oder der Beifahrer durch ein Ausweichmanöver verschont werde. Diese ethische Frage, die der Manager völlig zu Recht aufgeworfen hat, bedarf einer gesellschaftlichen Debatte, bei der zumindest die Kriterien ausfindig gemacht werden könnten, die bei einer solchen Programmierung gelten sollten."

Wenn Sie diese Frage erschreckt, so zeigt sie doch, worüber wir uns Gedanken machen müssen: Wo bleibt der Mensch? Leben wir in unseren Kanzleien ein Wertesystem vor, das den Menschen, die sich uns anvertrauen, unseren Mitarbeitern und unseren Mandanten, Menschsein und Miteinander ermöglicht. Wir Steuerkanzleien erfüllen eine wichtige Vorbildfunktion. Dieses Vorbild zu leben und immer wieder weiter zu entwickeln und in einem guten Gleichgewicht zu halten, mit allen Veränderungen, die jetzt sehr schnell erfolgen werden, sehen wir als unsere Aufgabe und unser Angebot.

Wir helfen gerne. Und wir leben vor, was wir beraten.

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Thomas Rösch

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